Vor- und Nachkriegszeit
Der verlorene Krieg verschärfte die Not und das Elend in Deutschland. Das umfangreiche Eigentum der Hohenzollern ging zum größten Teil in Staatseigentum über. Die Zeit während und nach dem Ersten Weltkrieg war gekennzeichnet durch zahlreiche Auseinandersetzungen zwischen den politischen und paramilitärischen Kräften im Staat.
Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus fand am 21. März 1933 der Tag von Potsdam statt. Bei dem inszenierten Staatsakt reichte der greise Reichspräsident Paul von Hindenburg dem neuen Reichskanzler Adolf Hitler die Hand. Dies sollte als symbolische Geste für ein Bündnis der alten Ordnung mit dem Nationalsozialismus verstanden werden. Die konstituierende Sitzung des Reichstags fand ohne die Sozialdemokraten und Kommunisten in der Potsdamer Garnisonkirche statt, da der Berliner Reichstag aufgrund des Brandschadens nicht zur Verfügung stand. Das Ereignis wurde landesweit im Rundfunk übertragen.
Das Stadtzentrum Potsdams wurde in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges, am 14. April 1945, durch einen alliierten Bombenangriff beschädigt. Besonders betroffen war das Gebiet zwischen der Havel, dem Alten Markt und dem Bassinplatz. Das Stadtschloss, der Lange Stall und die Garnisonkirche brannten vollkommen nieder. Ähnlich beschädigt wurden auch weite Teile der nordöstlichen Vorstadt in der Nähe der Glienicker Brücke. Weitgehend erhalten blieb jedoch das Gebiet um den Neuen Markt, sowie das Holländische Viertel und die nördlichen Teile der Altstadt. In den Kämpfen der letzten Kriegstage wurden weitere Gebäude beschädigt, so die Heiligen-Geist-Kirche und das Alte Rathaus. Am 27. April 1945 wurde Potsdam schließlich durch die Rote Armee eingenommen und der Zweite Weltkrieg endete für die Stadt.